Muschi Lichtenegger und ihr „Baumproblem“

Ich hätte nie gedacht dass es positive Nachrichten in Zusammenhang mit den Wiener Grünen geben kann. Ein Aktivist hatte kürzlich in der grünen Hochburg Leopoldstadt einige Bäume zu Brennholz verarbeitet und deswegen herrscht jetzt in gewissen Kreisen „Heulen & Zähneknirschen“. Dass aus einem Baum Brennholz wird, ist doch sicher nichts Außergewöhnliches.

Viel Auswahl hat ein Baum ohnehin nicht was einmal aus ihm werden soll. Ein Möbelstück, ein Gartenzaun, eine Hütte oder ein Haus, Klopapier oder eine Zeitung. Viele werden sich nun fragen, was ist der  Unterschied zwischen Klopapier und einer Zeitung. Im Prinzip keiner, das Eine ist weich, das Andere kratzt, auf dem Einen ist zu Lesen „Cosy“, auf dem Anderen zB „Falter“, „Kurier“ oder „Standard“.

Das was mir bei dieser Aktion aber ein Lächeln in das Gesicht gezaubert hat, das ist der Umstand, dass es sich bei den Bäumen um sogenannte „Wanderbäume“ handelt, also Bäume, mit denen Wiens Frustinetten den Autofahrern das Leben erschweren wollen, ihnen jene Flächen vorenthalten wollen, auf denen sie für viel Geld ihr Fahrzeug abstellen dürfen.

Ich kann nur für mich sprechen, ich jedenfalls habe in meinem Leben als Autofahrer an dieses „Diebesgesindel“ schon jede Menge Geld abgedrückt, in einem Ausmaß, dass mir eigentlich vier oder fünf dieser „Wanderparkplätze“ mittlerweile schon gehören müssten.

Ich bin zwar kein Freund von derartigen Aktionen, aber „es trifft ja die Richtigen“. Ja meine lieben Leser und Leserinnen, auch ich bediene mich manchmal der Rechtfertigungsgründe unserer behinderten Mitbürger aus der linkslinken Reichshälfte.

„Muschi“ Lichtenegger, ein grünes Schreckgespenst das in der Bezirksvorstehung den Bürgern das Gruseln lehrt, ist „tiefst fassungslos und entsetzt“ über diesen Aktionismus. Ja, meine lieben Freunde, jetzt weiß die Gute auch, was so mancher Bürger empfindet, wenn er von seinem Job im Wiener Umland nach Hause pendelt und erst mal eine halbe Stunde oder länger einen Parkplatz sucht und dabei bemerkt, dass aus unzähligen Parkplätzen ein Radweg geworden ist, ein Geschenk an die „ich-habe-ein-Recht-darauf-dass-alles-Umsonst-ist-Generation“, der Zielgruppe des Rathauspöbels.

Liebe Aktivisten, lasst es bitte sein, das Umhacken der Bäume, es gibt wirkungsvollere Methoden um die Bemühungen dieser ÖKO-Fundamentalisten angemessen zu würdigen. Eine überaus witzige Idee mit einer symbolhaften Gestik wäre doch, diesen Schreckschrauben mit einer gewissen Regelmäßigkeit Fäkalien zu schicken. Nur ein kleiner Tipp, es müssen keine echten „Würstchen“ sein, auch wenn es noch so verlockend sein mag,  es gibt mittlerweile schon echt wirkende Plastikimitationen.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!